Lernen? Wie geht das denn?

Jedes Kind kann lernen. Soviel ist schon mal klar.

 

Oder was glauben Sie, warum fast jeder Grundschüler die Namen aller Pokemons 

auswendig kennt und obendrein noch weiß, welcher Pokemon zu was auch immer im nächsten Morph mutiert.

 

Der Schwachpunkt im System Lernen sind wir Erwachsenen. Wir sind es, die unseren Kindern vorwerfen, sie seien faul, nur weil wir es selber waren. Dabei sind Kinder von Natur aus eigentlich nicht faul. Es sei denn, wir sorgen dafür: wir bringen sie in der ersten Klasse schnell mit dem Auto zur Schule. Warum? Weil es sonst zu lange dauert. Oder? Klar - oder aber haben wir keine Lust, mit dem Fahrrad zu fahren?

Wir setzen unsere Kinder vor den Fernseher, wenn wir unsere Ruhe haben wollen, oder? Klar machen wir das. Und manchmal ist das auch völlig ok.

 

Nur leider entsteht so Lustlosigkeit. So entsteht die sehr geringe Bereitschaft, über ein gewisses Maß hinaus zu lernen. So entsteht schon bei unseren Kindern eine Komfortzone. Und wir müssen ihnen den Weg heraus zeigen.

 

Wir müssen unseren Kindern zeigen, wie Lernen funktioniert. Wir müssen ihnen vorleben, dass Lernen Spaß machen kann.

 

Beim Lernen geht es nie um die Menge. Viel hilft viel: das ist der größte Irrtum, dem wir unterliegen, wenn es um´s Lernen geht. Richtig hilft viel.

 

Ihr Kind braucht, wie im Übrigen wir alle, die richtigen Techniken, um zu lernen. Denn wenn ich weiß, wie´s geht, dann wird es gut.

 

Also: denken Sie daran, wenn´s demnächst mal nicht klappt. Helfen hilft besser als Schimpfen. Die Komfortzone verlassen unsere Kinder nur mit uns gemeinsam.

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Und? Wie lief die erste Woche?

Super! Die erste Woche läuft immer gut. Erst mal ankommen, langsam anfangen, gucken, welche Lehrer man hat. Die paar Hausaufgaben sind ruck zuck erledigt. Alles läuft gut.

 

Hoffentlich bleibt das noch eine Weile so.

 

Wird es aber nicht. Und das komische ist, das wissen wir alle.

 

 

Wir alle haben das häufig genug erlebt, als Eltern, aber auch schon als Schüler. Die Schule wird wie von alleine schwer.

 

Aber eben nur "wie von alleine". Schwierigkeiten in der Schule entstehen, weil wir uns nicht richtig auf das einstellen, was auf uns zukommt. Wir warten einfach zu gerne ab. Natürlich versuchen wir, unsere Kinder zu motivieren: "Lern doch schon mal die Vokabeln, dann hast du´s leichter, wenn sie dran sind." oder "Meinst du nicht, es wäre besser, jetzt schon mal in die Bücher zu schauen? Dümmer wird man davon nicht."

 

Sätze, die wir unseren Kindern sagen. Aber wenn wir über diese Sätze nachdenken, merken wir: das haben wir alles selber schon mal gehört. Und wir erinnern uns daran, wie uns das genervt hat. 

 

Was also denken wohl unsere Kinder? Richtig: Das Selbe. 'Boh, lass mich in Ruhe.' Oder, wenn sie älter sind: 'Kümmer dich um deinen eigenen Kram.' 

 

Machen wir. Denn die Leistungen unserer Kinder in der Schule sind unser Kram. Es geht genau darum, unsere Kinder mit der Schule nicht allein zu lassen. Dafür ist die Schule einfach zu groß, zu anonym, zu streng oder zu sonst was. Eine Studie der OECD zeigt, dass der Einfluss von Lehrern auf den schulischen Erfolg unserer Kinder bei nur ca. 30 % liegt, der von uns Eltern aber bei über 60 %.

 

Das ist unsere Chance.

 

Wir können unseren Kindern in der Schule helfen. Fangen wir damit an.

 

In dieser Woche nehmen Sie sich die Zeit, sich mit Ihrem Kind den Stundenplan anzusehen. Zeigen Sie Interesse. Sie werden staunen, denn Ihr Kind zeigt Ihnen den Stundenplan gern. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Schultage und über die Schulstunden. Kommen Sie ins Gespräch über die Lehrer, über ihre Macken und über ihre Vorzüge. Sprechen Sie über die Klasse, sprechen Sie darüber, wer in welchem Fach Hilfe geben und wer in welchem Fachen Hilfe gebrauchen kann. Wie gesagt: 

Zeigen Sie Interesse!

 

Nehmen Sie sich vor, diesem Thema 10 Minuten zu widmen. Zwei Dinge werden Sie merken:

 

1. Sie werden eine halbe Stunde mit Ihrem Kind sprechen. Mindestens.

2. Sie und Ihr Kind werden das erste Mal entspannt über das Thema Schule sprechen.

 

Jetzt haben Sie die Tür geöffnet für die Motivation, die Ihr Kind braucht. Probieren Sie es aus und berichten Sie von Ihren Erfahrungen.

 

Und wenn Sie Fragen haben, schicken Sie mir eine Email oder einen Kommentar.

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